Erfolgreiche Großübung der örtlichen Einsatzleitung (ÖEL) in der Elbmarsch

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Elbmarsch, 17.09.2011, lw: Großschadenslagen, wie zum Beispiel, lokale Unwetter, mit einem besonders hohem Einsatzaufkommen für Feuerwehren und weitere Hilfsorganisationen würden die Einsatzleitzentralen der Kreise überlasten und bei weiteren Einsätzen blockieren. Steigt das Einsatzaufkommen in einer Stadt oder Gemeinde drastisch an, wird eine örtliche Einsatzleitung im betroffenen Bereich eingerichtet, die alteigenständig die Einsätze der Organisationen abarbeitet.

In der Samtgemeinde Elbmarsch trafen sich jetzt die Führungs- und Funktionskräfte um den Ernstfall innerhalb einer ÖEL-Übung zu proben.

Ausgangslage war hier eine Unwetterkatastrophe in der Elbmarsch. Wobei eine Windhose den östlichen Teil der Elbmarsch besonders schwer verwüstet hat. Zahlreiche vollgelaufene Keller, umgestürzte Bäume und abgedeckte Dächer fordern die Feuerwehren der Elbmarsch. Hierbei stehen der ÖEL von insgesamt zehn Feuerwehren fünf für die Abarbeitung der auflaufenden Einsätze zur Verfügung. Die restlichen Wehren sichern den Grundschutz und werden zu Einsätzen alarmiert, die nicht unmittelbar mit der Katastrophe zu tun haben. So auch wenn schnelle Hilfe – etwa bei Menschenleben in Gefahr – gefragt ist.

 

Insgesamt arbeitete die ÖEL in den vier Stunden der Übung knapp 40 Einsätze ab. Hierbei musste nicht nur der reine Einsatz betrachtet, sondern auch an die Versorgung des Personals oder die Bereitstellung von Kraftstoffen gedacht werden.

Damit die Teilnehmer nicht nur auf dem Reißbrett den Ernstfall üben, standen die fünf Unterstützenden Feuerwehren der ÖEL real zur Verfügung und arbeiteten diverse Übungseinsätze real ab um den Führungskräften ein Zeitgefühl für die Abarbeitung der Einsätze zu vermitteln.

Weiterhin durch die Einsatzleitzentrale eingebunden und real alarmiert wurden die fünf weiteren Feuerwehren die den Grundschutz in der Elbmarsch sicherstellten. In Tespe wurden die Feuerwehren Marschacht, Avendorf und Bütlingen aktiv. Für die Feuerwehr aus Avendorf und die Feuerwehr Marschacht mit ihrem Boot galt es Personen aus dem Tesper Sportboothafen zu retten. Die Bütlinger Feuerwehr befreite einen verunfallten Arbeiter, der unter diversen Stahlträgern eingeklemmt war. Die Feuerwehr Hunden hatte in Drage ein Feuer zu löschen und musste auf der Fahrt zum Einsatz aufpassen nicht mit der Feuerwehr Drage zu kollidieren, die gerade zu einem Einsatz in Oldershausen unterwegs war, um mit ihrem Boot zwei Personen aus dem Ilmenaukanal zu retten. Viel Arbeit gab es hierbei auch für das Einsatzleitfahrzeug der Elbmarsch, das von einer Einsatzstelle zur nächsten raste um die Einsätzkräfte vor Ort bei der Kommunikation und Dokumentation zu unterstützen.

Abschnittsleiter Volker Bellmann wohnte der ÖEL-Übung in großen Teilen bei und konnte wertvolle Tipps beisteuern. Bellmann zeigte sich bei der abschließenden Besprechung zufrieden mit der Arbeit des Führungsteams und würdigte das Engagement der Helfer.

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